Motorradtour der Motorradfreunde Freckenhorst im Jahr 2019. Von Sonntag den 04. August bis Samstag den 17. August 2019. Fast 4400 Kilometer über heißen Asphalt und durch atemberauschende Landschaften.

Ausgangspunkt der Tour war Buggingen in der Nähe zur Grenze der Schweiz. Über Landstraßen ging es quer durch die Alpen- Republik. Der erste Höhepunkt dieser Tour ist ein Militär-Gebiet der Schweizer Armee hier ging es Richtung Genfer See. Als wir nach einigen Kilometern durch die Einsamkeit des Übungsgeländes gefahren sind, ein Militärposten. Der uns die Weiterfahrt untersagte. Aber nach einem kurzen Gespräch unter Kameraden bekamen wir eine Genehmigung während der Übung, durch das atemberauschende Gebiet zufahren. Die Schweizer Soldaten sagten uns bei der Ausfahrt, das Sie uns als bewegliche Ziele angesehen hatten. Der eine oder andere unserer Reisetruppe hatte damit so seine Probleme. Durch einen sehr kleinen, nur in den Felsen geschlagenen Tunnel, ging es auf eine Anhöhe und nun lag er vor uns, der Genfer See, wunderbar in der Abendsonne, ein Postkarten Motiv. Wir fuhren noch einige Kilometer entlang des Ufers des Genfer Sees, bis zu unserem ersten Ziel in Frankreich in Thonon-le- Bains. Den Abend verbrachten wir bei gutem Essen und Getränken am Ufer des Genfer Sees.

Am nächsten Morgen ging es von in Thonon-le- Bains über den nicht kürzesten Weg zum Mittelmeer.

Sicher aber den kurvigsten, in jedem Fall aber den spektakulärsten. Die Route des Grandes Alpes, das sind über 700 Kilometer Höhenkoller und Kurven- Rhythmus. Mindestens 16 Alpenpässe vom Genfer See bis Menton an der Côte d’Azur, darunter selbstredend die höchsten der gesamten Alpen. In Thonon-les- Bains wurde der Gasgriff am Seeufer aufgezogen, und von Anbeginn fuhren wir uns hier schwindelig, obwohl die ersten fünf Pässe noch nicht mal zweitausend Meter erklimmen. Nur Geduld, das ist höchstens angesichts des in der Nähe aufragenden Mont Blanc, den man kaum aus dem Blickfeld verliert, eine kümmerliche Vorstellung. Außerdem folgt mit Pass Nummer sechs der
erste Paukenschlag. Und was für einer! 2770 Meter erklimmt der Asphalt am Col de l’Iseran, der 1937 als höchste Straße Europas eröffnet wurde. Am nächsten Tag wartete ein weiterer Gigant unter den Pässen in Europa auf die Motorradfreunde Freckenhorst. Der Col Galibier 2645 Meter, im Rhythmus der Kehren geht es den Pass hinauf. Der bei der Tour der Leiden so gefürchtet wird. Der Col de l’Izoard mit 2360 Höhenmeter nicht die Superlative dieser Tour, aber für mich einer der Höhepunkte der Grand Tour des Alpes. Der abspulte Rekord an Höhenmeter ist die Cime de la Bonette mit 2802 Meter über Null Höherekord! Es ging Kehrenreich und rumplig, um den Gipfel.
Aber mit überwältigendem Ausblick in die fantastische Bergwelt.

Eng an den Felsen geklammert windet sich die Fahrbahn durch die Gorges de Valabres. Kurz vor Menton wartete noch ein ganz besonderes Erlebnis, auf die Motorradfreunde Freckenhorst, der Col de Turini,nur 1604 Höhenmeter die aber fahrerisches Können verlangen. Denn diese Strecke ist

Rallye Fans ein Begriff, war sie doch immer der Höhepunkt der Rallye Monte Carlo. Unzählige Kurven lassen einen nicht aus dem Rhythmus der Schräglage kommen. Auf 4 Rädern anspruchsvoll auf 2 Rädern eine Herausforderung. Nach diesen 4 aufregenden Tagen, genossen die Teilnehmer dieser 4400 Kilometer Tour, die Sonne und den Strand sowie das französische Flair an der Côte d’Azur!

Nach nun mehr als 16 Pässe und mehr als 15713 Höhenmeter. Ist das Erste Zwischenziel der Tour
erreicht, die Côte d’Azur.

Nach einer Nacht mit Meer, Strand, Sonne und gutem Wein ging es wieder in den Sattel der Motorräder. Nach dem mondänen der Côte d’Azur, richtete sich der Weg nach Norden in die Provence. Durch endlose Felder von Lavendel gelangt man nun zum Canyon de Verdon. Dieser Europäische Grand Canyon ist ein einzigartiges Naturschauspiel. Unser Weg führte uns entlang, des gesamten Canyon. Hier bot sich die Möglichkeit 800 Meter tief in den Canyon zu blicken. Oberhalb des Canyons de Verdon in La- Palud-sur Verdon, einem kleinen Dorf wie aus dem Bilderbuch. Hier ist das Frankreich wie, wir es uns erträumen. Wild und romantisch, besonders der Dorfkern, mit dem sehr guten Bistro, wird uns in Erinnerung bleiben.

Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Osten, entlang des Verdon. Erstes Ziel ist der Lac de Castillon,wir fahren entlang des Sees in Saint – Julien-du -Verdon biegen wir ab auf die Route de Grenoble. Wir folgten dem Fluss Var, durch eine einzigartige Schlucht. Bis zum Gorges de Daluis. Durch, in den Felsen geschlagene Tunnels, ging es entlang dieser wunderbaren Schlucht. Nun fuhren wir Richtung Valberg. Wir fuhren durch das Naturschutzgebiet des Verdon zurück zu unserem kleinen Hotel in der Provence.

Den nächsten Tag, haben wir am Canyon de Verdon verbracht es ist ein Erlebnis im See des Verdon zu schwimmen, auch fanden wir einen Einstieg in den Canyon und so konnten wir am Fuße des Canyons im Wildwasser schwimmen. Das war ein einzigartiges Erlebnis.

Am nächsten Tag ging es über kleine einsame Straßen Richtung Westen, durch die Provence, in den Parc national de Cevennes. Was ich aber erwähnen muss die von uns befahrende D 17 hörte nach einigen Kilometern, im nirgendwo einfach auf. Aber Motorradfahren hat eben noch etwas von Abenteuer. So ging es einfach weiter nur nach Himmelsrichtung. Das war Gelände fahren in seiner reinsten Form. Ich muss sagen diese17 Kilometer haben von Menschen und Maschinen alles abverlangt. Nach 17 Kilometern kamen wir wieder in der Zivilisation an, einem kleinen Dorf aus 6 bis 7 Gehöften. Nun hatten wir wieder Asphalt unter den Reifen. Nach einer ruhigen Nacht in einem Motel ging es am nächsten Morgen in die atemberaubende Schlucht des Gorges de I´´Ardeche.

Hier möchte ich nur den Punkt Pont d´ Arc erwähnen. An vielen Aussichtspunkten hatten wir einen herrlichen Blick in eine der schönsten Schluchten in Frankreich. Nach dieser Schlucht hielten wir uns nach Süden um zur nächsten Schlucht zu gelangen, der Schlucht des Tarn. Besonders möchte ich jetzt die Cevennen erwähnen. Dieses Bergland im Zentralmassiv ist immer eine Reise wert. Hier fanden wir kleinste sehr anspruchsvolle Straßen. Es ist das Land unter den Geiern, einsam und wild.
Fahrerisch sehr anspruchsvoll und immer dies unbeschreibliche Landschaft. Hier haben wir den Rhythmus der Kurven erfahren können. Und dazu diese herrliche Landschaft. Alle sind sich einig die Cevennen sind etwas ganz Besonderes in einem Biker-Leben.

Ein Halt ist in Sainte- Enimie, einer der schönsten Städte in Frankreich war einfach nur ein Muss. Nach diesen, Abstecher zu den großen Schluchten in Frankreich fuhren wir weiter Richtung Norden, durch die Cevennen. Und gelangten zum Lac de Villefort. Hier oberhalb des Sees haben wir in einer tramhaften Lage bei sehr gutem Essen aber auch sehr einfach übernachtet.

Nun ging es über Landstraßen Richtung D141, vor Valence fuhren wir auf die Autobahn, um zügig Richtung Norden zu gelangen. Auch um Lyon weiträumig zu umfahren.

Am nächsten Tag ging es durch das französische Jura, immer entlang der Grenze zur Schweiz, weiter nach Osten. Wir durchfuhren noch, das Elsass und gelangten nach 300 Kilometer unseren Startpunkt in Buggingen. Am nächsten Morgen ging es ca. 600 Kilometer ins Münsterland zurück.

 

Die Bilder zeigen einige Eindrücke unserer Frankreich-Tour 2019. Man kann gar nicht alles, an Eindrücken wiedergeben, dies ist nur ein kleiner Ausschnitt. Wir können nur sagen: Die Route des Grandes Alpes kann man immer wieder fahren, wenn man schon soweit im Süden ist, sind die Cevennen einfach ein Muss. Frankreich ist ein Motorrad-Land – und was für eines.
Auf jeden wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich eine Tour nach Frankreich anbieten werde.
Oben auf meiner Liste stehen die Pyrenäen, denn dieses Gebirge im Süden ist bestimmt noch eine Motorrad-Reise wert. Auch nach den Erfahrungen in diesem Jahr auf Sardinien, ist der Reitz da Sardinen mit der Insel Korsika zu verbinden. Und es hat sich jetzt sehr deutlich gezeigt die Truppe muss einfach stimmen. Und diese Truppe hat gestimmt.

Hinweis:

Er ist der berühmteste Weg Frankreichs und damit wohl auch der kurvigste und spektakulärste Weg durch die Alpen bis zum Mittelmeer. Aufgrund der anspruchsvollen Strecken sollte das Motorrad in Kurven und Spitzkehren sicher beherrscht werden. Die Tour eignet sich nur für erfahrene Motorradfahrer und Temperaturschwankungen sollten problemlos ausgehalten werden können.
Physische und Psychische Durchhaltefähigkeit gerade bei Herausforderungen, wie Pannen, Totalausfall oder im schlimmsten Fall auch Unfälle sind Voraussetzung. Denn fast 4500 Kilometer auf dem Motorrad ist eine besondere Herausforderung und keine Kaffeefahrt. 

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